Veranstaltungsankündigung: Algerischer Abend im Literaturcafé Regensburg

algerischer Abend

Am 27.September veranstalten wir (das sind Peter Skrabut, Martin Stauder, ich + Gäste) wieder ein Literatur Terzett. Es ist das dritte in diesem Jahr.

Im März nahmen wir uns Michel Houellebecq vor, der in diesem Jahr 60 wurde, einen wirklich „Großen“ der französischen Gegenwartsliteratur. Sein Roman “Die Unterwerfung“ kam zu dem Zeitpunkt in Hamburg im Deutschen Schauspielhaus auf die Bühne.

Im Mai widmeten wir uns dem Künstlerroman. Wir besprachen Thomas Manns „Dr. Faustus“ „Karte und Gebiet“ von Michel Houellebecq (übrigens eines meiner Lieblingsbücher) und stellten Rolf Stemmles Werk „Geld verdienst du damit keines“ vor.

Ein algerischer Abend

Am kommenden Dienstag veranstalten wir (Peter Skrabut, Martin Stauder, Ingeborg Reymann, ich + ein Überraschungsgast) einen algerischen Abend.

Algerien ist ein sehr zerrissenes Land. Seine Geschichte ist eine einzige Aneinanderreihung von Kriegen und Unterdrückung. Sowohl der französisch / algerische Unabhängigkeitskrieg, als auch der algerische Bürgerkrieg (Islamisten gegen Militär – seit 1992) wurden mit äußerster Härte geführt.

„Von innen und außen“

Und interessiert die Sicht auf das Land „von innen und außen“. Wir wählten sowohl Schriftsteller, die in Frankreich leben und das Land ihrer Herkunft beschreiben, als auch Autoren, die im Land wohnen und „von innen heraus“ ihrer großen Besorgnis Ausdruck geben.

Martin Stauder wird „den Fremden“ von Albert Camus vorstellen, der am Strand einen namenlosen Araber erschießt. Kamel Daoud in „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ beschreibt diese Tat aus der Sicht des Arabers. ….. Ingeborg Reymann widmet sich der algerischen Schriftstellerin Assia Djebar, die nach Frankreich auswanderte. In „Frau ohne Begräbnis“ beschreibt sie – in einer sehr tiefen Innenschau – Leben und Weltbild der algerischen Frauen. …. Mein Part ist das Werk Boualem Sansals. Herr Sansal, ein höherer algerischer Beamter seziert (in einem Blick quasi von außen) unsere Nazivergangenheit (in „Das Dorf des Deutschen“). Er beweist damit große politische Sachkenntnis und ein ausgesprochenes Talent für das Erfassen von Machtstrukturen. Durchaus in Anlehnung an Houellebecqs „Unterwerfung“ beschreibt er in „2084, Das Ende der Welt“ eine religiöse Diktatur. Er nennt keine Namen, aber der Leser weiß sofort, dass er Algerien unter der Herrschaft des radikalen Islam meint.

Musik, Getränke und ein Überraschungsgast werden für eine – hoffentlich – angenehme Atmosphäre sorgen.

Beginn 20 Uhr am 27.9.16 im Literaturcafé in der Spiegelgasse 8.

Eintritt: 5,-€

Wir freuen uns auf Euch.

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